Monday, September 14, 2020

Forscher rätseln über Orca-Angriffe

Wer das Buch Der Schwarm von Frank Schätzing, oder die Fernsehserie Zoo, die auf dem gleichnamigen Buch von James Patterson und Michael Ledwidge basiert, kennt, könnte sich getriggert fühlen:

Vor der Küste von Spanien haben Orcas mehrere Boote angegriffen und beschädigt. Offenbar gehen die Tiere gezielt vor. Forscher beobachten das Verhalten der Schwertwale mit Sorge, denn um Zufälle scheint es sich nicht zu handeln.
Es wird vermutet, dass alle Tiere aus derselben Gruppe stammen und möglicherweise unter Stress stehen, weshalb sich die Orcas so verhalten.

Quelle: www.spiegel.de

Warum ist das so ungewöhnlich?

Angriffe frei lebender Schwertwale auf Menschen sind nur sehr selten und könnten auch mit einer Überfischung durch Hochseeflotten zusammenhängen.[63] Schwertwale in Gefangenschaft haben jedoch in mehreren Fällen Menschen angegriffen und getötet […].

Quelle: wikipedia.org

“Das ist etwas ganz Ungewöhnliches, was da gerade passiert” […] Denn bisher seien freilebende Orcas Menschen gegenüber immer friedfertig gewesen. Zwar sei durchaus bekannt, dass Orcas in Gefangenschaft schon Menschen angegriffen hätten - bei Schwertwalen in freier Wildbahn kenne er dieses Verhalten jedoch nicht […]

Quelle: www.rnd.de

Mögliche Gründe:

[…] Víctor Hernández mit einer ungewöhnlichen Theorie […] die Orcas seien auf einer Art “Rachefeldzug”. Eine von Orcabulle “Pingu” angeführte Gruppe […] attackiere Schiffe, weil sie Vergeltung für einen Angriff im Juli an der Straße von Gibraltar übe, bei dem zwei Weibchen unter anderem durch Harpunenschüsse verletzt worden seien […] Die Gruppe um “Pingu” werde die Angriffe mit den Harpunen irgendwann vergessen und sich wieder “normal” verhalten.

Quelle: web.de

Da Schwertwale intelligente Tiere seien, sei es möglich, dass sie den Schatten des Bootes mit einer erlernten Angst assoziieren.

Hinzu komme, dass Orcas ihre eigene Kultur pflegten, in denen Individuen eine wichtige Rolle spielen. “Sie kennen sich, so wie wir uns auch kennen,” sagt er. Wird ein naher Verwandter brutal behandelt, könne das die Tiere traumatisieren. “Menschen würde man dann therapieren, das können wir bei Orcas nicht. Wir können nur darauf setzen, dass die Zeit diese Wunden heilt”, so der Verhaltensforscher.

Quelle: www.rnd.de

Die auf Meeressäuger spezialisierte Biologin María del Carmen Rodríguez hat eine andere Vermutung […] Folge der Corona-Pandemie […] “Die Tiere hatten sich vielleicht an die Ruhe gewöhnt, die der monatelange Lockdown bei uns auch den Meeren gebracht hatte. Als es im Sommer dann plötzlich wegen des wieder zunehmenden Schiffsverkehrs wieder deutlicher lauter wurde, hat der Lärm die Tiere vielleicht gestresst und aufgebracht. Das könnte die Erklärung für diese ungewöhnliche Aggressivität sein, denn das Verhalten der vergangenen Wochen ist sehr rätselhaft.”

Quelle: web.de

Ob es einen ursächlichen Zusammenhang zu den Angriffen gebe, könne er aber nur schwer beurteilen. Fakt sei jedoch, dass viele Tiere auf diesem Planeten derzeit erlebten, “dass der Lärm wieder zurückkommt”.

Anders als […] denkt er allerdings nicht, dass der durch die Coronakrise zunächst leiser gewordene und nun wieder erstarkte Geräuschpegel eine potenzielle Ursache sein könnte. “Wale sind diesen Stress ja relativ gewöhnt” […] Zudem seien die angegriffenen Boote eher klein und geräuschärmer gewesen. “Eigentlich wissen sowohl Delfine als auch Orcas, dass es, wenn es laut ist, besser ist, aus dem Gebiet zu verschwinden.”

Quelle: www.rnd.de

Aber:

“Die einzige klare Antwort, die wir geben können, ist, dass wir keinen blassen Schimmer haben, was da gerade vor sich geht”

Quelle: web.de

Von Elefanten kennt man ähnliches:

Zusammenstöße im Ballungsraum […] Elefanten trampeln Dörfer nieder und dringen in Städte ein: In Indien steigt die Zahl von Elefanten-Angriffe. Eine Koexistenz scheint unmöglich.

Quelle: www.welt.de

Sunday, June 14, 2020

Coronavirus SARS-CoV-2 und Covid-19

Heuer möchte ich zwei vlt. sinnvolle Links zum Thema Coronavirus SARS-CoV-2 und Covid-19 teilen, sowie einen Gedanken zitieren:

Drosten geht von Virus-Mutation aus - doch das könnte eine gute Nachricht sein

Drosten geht von Virus-Mutation aus, doch keine Panik, das ist weitestgehend normal - und kann sogar gut sein für uns. Wenn sich das Virus grob gesagt weiterentwickelt. Und zwar in dem Sinne, „dass das Virus eine bessere Aussicht auf eine Optimierung auf den Menschen hat auf lange Sicht“, so Drosten: „Das hat die Chance, dass es sich besser anpasst auf den Menschen, als wenn es nicht diese größeren Übertragungsdosen hätte.“

Das klingt auf den ersten Blick kritisch, doch Drosten sieht eine Mutation durchaus positiv. Denn so könne sich das Coronavirus „noch besser in der Nase replizieren und auch besser übertragen werden“. Drosten erklärt weiter: „In der Nase werden wir aber nicht allzu krank davon, das heißt, das Ganze wird auf lange Sicht zu einem Schnupfen, der sich für die Lunge gar nicht mehr interessiert. Das könnte passieren, das wäre gut und eine Verharmlosung dieser Krankheit.“

Zwar könne das Virus auch weiterhin die Schleimhäute in der Lunge befallen, doch das habe dann zur Folge, dass man sich wesentlich kranker fühle, als mit einem Schnupfen - und am Ende zu Hause bleibe und so weitere Übertragung vermeide. Daher könne sich das Virus nicht mehr so gut verbreiten.

Durch eine Mutation, die vorrangig den Nasenbereich betreffe, könne sich das Virus also besser vermehren, was „dazu führt, dass tatsächlich Virusepidemien über die Zeit harmloser werden.”

Ein abschließender Satz von Drosten macht zudem ebenfalls große Hoffnung: „Wie wir es auch drehen und wenden, es wird auf jeden Fall harmloser werden – schon allein durch die Populationsimmunität“, so der Virologe: „Aber vielleicht spielt auch die Evolution noch eine Rolle dabei.“

Quelle: www.merkur.de

Es gibt aber auch andere Ansichten dazu:

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich seit den ersten Infektionen genetisch verändert und die Mutationen könnten die Ansteckungsfähigkeit weiter erhöhen.

Quelle: www.aerzteblatt.de

Hier ist aber wohl nur von der Ansteckungsfähigkeit die Rede und muss Drosten nicht widersprechen?

Mittlerweile ist bei zwölf Menschen im Norden Jütlands bereits eine mutierte Version des Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden, sagte Frederiksen. Zugleich warnte die Regierungschefin davor, dass sich die mutierte Form des Coronavirus nicht nur auf weitere Teile Dänemarks, sondern auch im Rest der Welt ausbreiten könnte.

Quelle: de.euronews.com

Saturday, May 23, 2020

Marc Dutroux, QAnon Pizzagate und das Adrenochrom

Ganz ähnlich der QAnon Pizzagate Verschwörungstheorie und Verleumdungsaktion, vermuten auch Anhänger der Adrenochrom-Verschwörung, dass der „Deep State“ Kinder entführt und foltert (Um Adrenalin im Blut der Kinder herauszuziehen und damit ihren Alterungsprozess zu verlangsamen).

Marc Dutroux [dy’tʁu] (* 6. November 1956 in Ixelles/Elsene in der Region Brüssel) ist ein belgischer Mörder und Sexualstraftäter, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Er hat bis Mitte der 1990er-Jahre mehrere Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren entführt und sexuell missbraucht sowie einen seiner Komplizen und zwei von ihm entführte junge Frauen im Alter von 17 und 19 Jahren ermordet. Zwei entführte achtjährige Mädchen verhungerten eingesperrt, während er im Gefängnis war.

Dutrouxs Komplizin und damalige Ehefrau Michelle Martin wurde zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt und ist 2012 nach 16 Jahren verbüßter Strafe entlassen worden. Michel Lelièvre, ein weiterer Komplize von Dutroux, wurde nach 23 Jahren Haft 2019 auf Bewährung entlassen. Bernard Weinstein, ein weiterer Hauptkomplize von Dutroux, wurde von ihm vergiftet.

Wegen eklatanter Fehler bei den Polizeiermittlungen, 27 auf mysteriöse Weise verschwundenen Zeugen und Unstimmigkeiten beim Gerichtsverfahren, wurde von vielen Menschen vermutet, dass Dutroux Teil eines Kinderschänderringes war, dessen Hintermänner nie bestraft wurden. 1996 demonstrierten deswegen 400.000 Belgier in Brüssel gegen das Vorgehen der Behörden im Fall Dutroux beim “Weißen Marsch”.

Theorien über die Hintergründe der Taten

Laut der ZDF-Reportage Die Spur der Kinderschänder – Dutroux und die toten Zeugen von 2001 verstarben in der Zeit zwischen Dutrouxs Verhaftung und dem Prozess 27 Zeugen unter teils mysteriösen Umständen, unter ihnen mehrere Ermittler, die mit dem Fall betraut waren, und weitere Personen, die gegen Dutroux aussagen wollten.[10][11][12] Der Staatsanwalt Hubert Massa, Hauptankläger im Dutroux-Prozess, beging im Juli 1999 Suizid; am Tag zuvor hatte er angeblich vom belgischen Justizminister umfassende Handlungsvollmachten erhalten.[13] Er hinterließ keinen Abschiedsbrief oder andere Hinweise auf den Grund seines Suizids, ein nachvollziehbares Motiv konnte nicht ermittelt werden.[14] Eine Obduktion wurde nicht durchgeführt.[15]

Die Verstrickungen führten zu diversen Theorien darüber, dass Dutroux keineswegs ein Einzeltäter gewesen sein soll, sondern im Auftrag eines Pädophilennetzwerkes gehandelt haben soll, welches Verbindungen bis in höchste belgische Regierungskreise gehabt und eine vollständige Aufklärung des Falls systematisch verhindert habe.[16][17] Die Belgierin Anneke Lucas behauptete im Januar 2017, bereits 1974 von einem Mann gefoltert worden zu sein, der später Mitangeklagter im Dutroux-Prozess gewesen sei, und bestätigte Verbindungen des mutmaßlichen Netzwerkes zu Spitzenbeamten und Kabinettsmitgliedern.[18][19] Auch an der Aufklärung des Falles mitwirkende Personen bestätigten, dass Ermittlungen behindert worden und der Fall bis heute nicht vollständig habe geklärt werden können.[20]

Psychiatrische Bewertung

Ein abschließendes psychiatrisches Gutachten wurde von drei Psychiatern und einem Psychologen erstellt, die am 5. Mai 2004 als Zeugen vor dem Schwurgericht erschienen.[42] Sie kamen zu dem Schluss, dass Dutroux nicht als pädophil einzustufen sei, vielmehr sei er ein gegenüber Gewalt empfindungsloser Psychopath, der aus Machtstreben und Geldgier gehandelt habe, allerdings voll schuldfähig sei.[43][44][45]

Das Machtstreben des Angeklagten äußerte sich auch in einem geltungssüchtigen Auftreten, das er seit seiner Verhaftung an den Tag legte. So erzählte er Geschichten von kleineren oder größeren „Netzwerken“. Cheffahnder Michel hatte vor dem Schwurgericht ausgesagt: „Er freute sich über die gesellschaftliche Aufregung, die seine Affäre verursachte.“[27] Auch hatte Dutroux sich vor seinen Gutachtern wiederholt mit seinen in den 1990er Jahren begangenen Entführungs- und Vergewaltigungstaten gebrüstet.[46] Bei seinem dreistündigen Schlusswort trat Dutroux „hart und anklagend, beleidigt und höhnisch und selbstgerecht“ auf, wobei er ein konfuses „Gespinst aus Lügen, Halbwahrheiten und Manipulationen“ präsentierte.[47]

Das Urteil

Am 22. Juni 2004 gab das Gericht das Strafmaß bekannt: Dutroux musste für drei Giftmorde – an seinem Komplizen Weinstein sowie an den zwei von ihm entführten jungen Frauen Eefje Lambrecks und An Marchal – lebenslänglich ins Gefängnis. Bereits in der Woche zuvor hatten die Geschworenen geurteilt, dass Dutroux die zwei Jugendlichen entführt und getötet habe. Trotz mehrfacher Appelle seines Verteidigers hüllte sich Dutroux, dessen Sexualstraftaten gegenüber den drei Morden in den Verhandlungen nur untergeordnete Bedeutung hatten, über die angeblichen Hintermänner seiner Taten aus Kreisen der Politik weiterhin in Schweigen, obwohl er in den acht Jahren von seinem Geständnis bis zu seiner letzten vor Gericht verlesenen, 21-seitigen Erklärung ständig davon redete,[47] Teil eines größeren Netzwerks gewesen zu sein.

Dutrouxs Ex-Gattin Michelle Martin erhielt 30 Jahre Gefängnis für die fahrlässige Tötung der Mädchen Russo und Lejeune durch Verhungernlassen.

Michel Lelièvre bekam wegen seiner Beteiligung an den Verbrechen eine Haftstrafe von 25 Jahren. Michel Nihoul erhielt eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren, weil er Anführer eines Drogen- und Menschenhändlerringes gewesen sei. Vom Vorwurf der Beteiligung an den Frauen- und Kindesentführungen wurde er freigesprochen.

Weiterlesen und Quellen auf Wikipedia.

Die Spur der Kinderschänder – Dutroux und die toten Zeugen - Handlanger der Elite - ZDF Dokumentation

Der Fall Dutroux - WDR Reportage

Sunday, December 8, 2019

9. Dezember, Weltantikorruptionstag

Staatsstreich der Konzerne […] Das sind nicht alles zufällige Einzelteile aus verschiedenen Richtungen, sie passen sehr gut zusammen und ergeben ein sehr altmodisches Bild. Es geht darum, uns in eine prä-demokratische Epoche zurück zu versetzen. Es geht in Wirklichkeit um einen Kampf, dessen Ausgang die Verlierer nie akzeptiert haben. Es war eine Niederlage im Kampf, um ihre Rechte als Besitzer, als mächtigste Personen.

Stück für Stück holen sie sich das zurück, deshalb befinden wir uns in einem Staatsstreich in Zeitlupe.

Die Welt ist ein Spielplatz der Konzerne, unaufhaltsam bestimmt von den unumstößlichen Regeln der Wirtschaft. Die Welt ist ein Geschäft, Mr. Beale. Das ist sie, seit der Mensch aus dem Urschleim gekrochen kam. — Network (1976)

Wir haben die Fähigkeit zu denken verloren. Bilder sind allgegenwärtig. Wir werden mit Bildern bombardiert, rund um die Uhr. Und diese Bilder werden mit Wissen verwechselt. Wir verwechseln die Gefühle, die uns eingeflößt werden mit Wissen. Wir verstehen nicht mehr wie Machtsysteme funktionieren. Dass kann man nur, wenn man auf die gedruckte Kultur zurückgreift. Indem man John Ralston Saul und Noam Chomsky liest.

In einer post-literarischen Gesellschaft sind die Bücher zwar noch da, aber niemand nimmt sie mehr in die Hand…

Quelle: Chris Hedges (Journalist und Autor)

Friday, October 18, 2019

Menschenfresser (Ein Gedicht)

Um mein Wissen zu verbessern
Von der Menschlichen Natur
Möchte ich zu Menschenfressern
Kannibalen auf der Spur

Bald schon find ich mich im Flieger
Der nach Neuguinea reist
Wo so mancher wilde Krieger
Sicher Menschenfleisch verspeist

Durch des Urwalds dunkle Löcher
Bis mich wer am Arme packt
Alter Mann mit Penisköcher
Und ansonsten splitternackt

Nimmt mich mit zu seinen Leuten
Denn sie feiern grad ein Fest
Wo sie Schweinebraten häuten
Welchen man sich munden lässt

Pudelsatt nach dem Gelage
Als im Dorf mich jeder kennt
Stell ich endlich meine Frage
Die mir auf der Zunge brennt

Zu dem Alten sag ich: „Opa
Stimmt es, esst ihr Menschen auch?“
„Nein, wir sind nicht in Europa
Nur bei euch gibt’s diesen Brauch“

Irritiert ob dieser Worte
Frage ich mich erst mal still
Bin ich hier am rechten Orte?
Find ich, was ich finden will?

„Nein“, sag ich, „das weiß ich besser
Auch wenn’s Ihnen nicht beliebt
Das es wilde Menschenfresser
In Europa nicht mehr gibt“

Durch die Runde geht ein Raunen
Das sich langsam nur verliert
„Wie nicht mehr?“, fragt man mit Staunen
„Haben wir euch missioniert?

Wen die Europäer fanden
Fraßen und versklavten sie
Hier in Neuguineas Landen
Gab es Menschenfresser nie“

Tja, was soll ich dazu sagen?
Wollt ich finden, was ich fand?
Und mit vielen offnen Fragen
Forsch ich nun im Heimatland

Mit freundlicher Genehmigung:
Copyright © Gereon Janzing
www.gereon.es

Der Kannibale in verschiedenen Sprachen

Deutsch: Kannibale, Menschenfresser, Anthropophage
Jiddisch: קאַנאַבאַל מענטש פּרעדאַטערז [kanibál, mentschen-fresser]
Niederländisch: kannibaal, menseneter
Westfriesisch: kannibaal, minskeiter
Leeuwarder Stadtfriesisch: kannibaal, meenseëter
Englisch: cannibal, man-eater, anthropophagist, -phagite, -phagus
Dänisch: kanibal, menneskeæder
Schwedisch: kanibal, människoätare
Norwegisch: kanibal, menneskeeter
Irisch: canablach
Kymrisch: canibal
Bretonisch: debrer-tud
Latein: anthropóphagus
Portugiesisch: canibal, papa-gente, antropófago
Galicisch: caníbal
Spanisch: caníbal, antropófago
Katalanisch: caníbal, antropòfag
Provenzalisch: cannibalo
Französisch: cannibale, anthropophage
Rätoromanisch-Sursilvan: cannibal, magliaglieud
Italenisch: cannibal, antopofago
Esperanto: kanibalo, hommanĝulo, antropofago
Altgriechisch:
Niederersorbisch:
Russisch:
Ukrainisch: канібал
Hindi: नरभक्षी (narbhakṣī)
Finnisch: kannibaali, ihmissyöjä
Estnisch: kannibal, inimesesööjä
Türkisch: yamyam
Japanisch: hito-kui
Maltesisch: kannibalu
Arabisch:
Hebräisch:
Swahili: mtu alaye nyama ya binadamu
Zulu: izimu
Malaiisch: manusia yang makan sesama manusia
Baskisch: gizajale, kanibal

Zur Terminologie des Menschenfleisches

In manchen Sprachen wird unterschieden zwischen Fleisch als Körperteil und Fleisch als Nahrungsmittel, so in Englisch flesch – meat, in Französisch chair – viande, in Esperanto karno – viando.
Wenn von Menschenfleisch die Rede ist, heißt es dennoch englisch human flesh, französisch chair humanie, also Fleisch als Körperteil bezeichnet. Die Bezeichnungen human meat und viande humaine wären vom Sinn her eher zu erwarten, sind aber nicht üblich, da eine Bezeichnung von Menschenfleisch als Nahrungsmittel den Menschen offensichtlich widerstrebt. Im Esperanto ist es aber akzeptabel, hier von homa viando zu sprechen.

Profaner Kannibalismus Heute