Wednesday, January 29, 2020

Adana Twins - ‘My Computer feat. Glowal’ (Official Video)

In this world of isolation.
A computer could rule the nation.

Become your planet preservation, your hands touch imagination.

Saturday, December 28, 2019

COSBY - ‘Follow The Leader’ (official video)

Friday, October 18, 2019

Menschenfresser (Ein Gedicht)

Um mein Wissen zu verbessern
Von der Menschlichen Natur
Möchte ich zu Menschenfressern
Kannibalen auf der Spur

Bald schon find ich mich im Flieger
Der nach Neuguinea reist
Wo so mancher wilde Krieger
Sicher Menschenfleisch verspeist

Durch des Urwalds dunkle Löcher
Bis mich wer am Arme packt
Alter Mann mit Penisköcher
Und ansonsten splitternackt

Nimmt mich mit zu seinen Leuten
Denn sie feiern grad ein Fest
Wo sie Schweinebraten häuten
Welchen man sich munden lässt

Pudelsatt nach dem Gelage
Als im Dorf mich jeder kennt
Stell ich endlich meine Frage
Die mir auf der Zunge brennt

Zu dem Alten sag ich: „Opa
Stimmt es, esst ihr Menschen auch?“
„Nein, wir sind nicht in Europa
Nur bei euch gibt’s diesen Brauch“

Irritiert ob dieser Worte
Frage ich mich erst mal still
Bin ich hier am rechten Orte?
Find ich, was ich finden will?

„Nein“, sag ich, „das weiß ich besser
Auch wenn’s Ihnen nicht beliebt
Das es wilde Menschenfresser
In Europa nicht mehr gibt“

Durch die Runde geht ein Raunen
Das sich langsam nur verliert
„Wie nicht mehr?“, fragt man mit Staunen
„Haben wir euch missioniert?

Wen die Europäer fanden
Fraßen und versklavten sie
Hier in Neuguineas Landen
Gab es Menschenfresser nie“

Tja, was soll ich dazu sagen?
Wollt ich finden, was ich fand?
Und mit vielen offnen Fragen
Forsch ich nun im Heimatland

Mit freundlicher Genehmigung:
Copyright © Gereon Janzing
www.gereon.es

Der Kannibale in verschiedenen Sprachen

Deutsch: Kannibale, Menschenfresser, Anthropophage
Jiddisch: קאַנאַבאַל מענטש פּרעדאַטערז [kanibál, mentschen-fresser]
Niederländisch: kannibaal, menseneter
Westfriesisch: kannibaal, minskeiter
Leeuwarder Stadtfriesisch: kannibaal, meenseëter
Englisch: cannibal, man-eater, anthropophagist, -phagite, -phagus
Dänisch: kanibal, menneskeæder
Schwedisch: kanibal, människoätare
Norwegisch: kanibal, menneskeeter
Irisch: canablach
Kymrisch: canibal
Bretonisch: debrer-tud
Latein: anthropóphagus
Portugiesisch: canibal, papa-gente, antropófago
Galicisch: caníbal
Spanisch: caníbal, antropófago
Katalanisch: caníbal, antropòfag
Provenzalisch: cannibalo
Französisch: cannibale, anthropophage
Rätoromanisch-Sursilvan: cannibal, magliaglieud
Italenisch: cannibal, antopofago
Esperanto: kanibalo, hommanĝulo, antropofago
Altgriechisch:
Niederersorbisch:
Russisch:
Ukrainisch: канібал
Hindi: नरभक्षी (narbhakṣī)
Finnisch: kannibaali, ihmissyöjä
Estnisch: kannibal, inimesesööjä
Türkisch: yamyam
Japanisch: hito-kui
Maltesisch: kannibalu
Arabisch:
Hebräisch:
Swahili: mtu alaye nyama ya binadamu
Zulu: izimu
Malaiisch: manusia yang makan sesama manusia
Baskisch: gizajale, kanibal

Zur Terminologie des Menschenfleisches

In manchen Sprachen wird unterschieden zwischen Fleisch als Körperteil und Fleisch als Nahrungsmittel, so in Englisch flesch – meat, in Französisch chair – viande, in Esperanto karno – viando.
Wenn von Menschenfleisch die Rede ist, heißt es dennoch englisch human flesh, französisch chair humanie, also Fleisch als Körperteil bezeichnet. Die Bezeichnungen human meat und viande humaine wären vom Sinn her eher zu erwarten, sind aber nicht üblich, da eine Bezeichnung von Menschenfleisch als Nahrungsmittel den Menschen offensichtlich widerstrebt. Im Esperanto ist es aber akzeptabel, hier von homa viando zu sprechen.

Profaner Kannibalismus Heute

Friday, August 23, 2019

Ostsee: Seebad Bansin

Liebe Eve,

auch dieses Jahr, vielen Dank für den Trip raus in die weite Welt^^ An die Ostsee nach Bansin :-)

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Bansin

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Steilküste

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Leider kein Bernstein, aber ein (eigentlich zwei) Hühnergott gefunden…

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Seebad Bansin, rechts nochmal die Steilküste und links Heringsdorf

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Möwen

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Friday, August 9, 2019

Harald Gündel: Für alle die Indianergeschichten mögen; fern ab von Karl May

Ich habe Harald Gündel Band 3: ‘Rabe’, der schwärzeste aller ‘Indianer’: „Verglichen mit normalen Menschen, sind Raben lebenslustige Kojoten.“ und Band 4: Sprung in das Land der Raben – Wir sind Religionsindividualisten gelesen.

Band 1 und 2 kenne ich nicht, finde aber, dass man gut mit Band 3 in die Geschichte einsteigen kann. Es fühlte sich zumindest nicht falsch an beim lesen oder dass etwas fehlt. Die Erzählungen schwanken zwischen der Entwicklung des Stammes und deren Abenteuern und vorrangig aber den Indianergeschichten, welche sie sich ausdenken und erzählen. Allen voran Rabe, der in diesem Band zum Stamm dazu stößt und mit dem Geschichten erzählen anfängt… Ein echter Tipp!

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Harald Gündel ‘Rabe’, der schwärzeste aller ‘Indianer’: „Verglichen mit normalen Menschen, sind Raben lebenslustige Kojoten.“

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Harald Gündel - Sprung in das Land der Raben – Wir sind Religionsindividualisten

Die Geschichte

Es geht vorrangig um Rabe, einen Indianisten, der in Band 3 zum Stamm dazu stößt. Die Geschichte spielt in der DDR und so Fallen u.a. Begriffe die in der DDR geprägt wurden wie Penne uvm. Auch sind viele geschichtliche Details aus der DDR wiederzufinden, wie Grenze, Stasi oder (fehlende) Parteizugehörigkeit für Kontingente, während des Baus einer Blockhütte im “Reservat” an der Spree.

Erzählt wird die Geschichte allerdings, aus den Erinnerungen eines anderen Indianisten des Stammes.

Der Stamm zählt sich zu den Crow-Indianer zugehörig und studiert diese.

Zu Beginn wird man auch gleich aufgeklärt:

Einige (echte) Indianer meinen: “Die weissen sind nicht als Indianer geboren”, was einleuchtend klingen mag. Ist es aber gar nicht. Heutige Indianer verbindet mit ihren Vorvätern allein das aussehen und viele müssten sich eingestehen, dass ihre Identität eigentlich eine “weisse” ist. Fragen wir aber diese Indianer, warum sie Weisse spielen.

Somit wird dann auch festgestellt:

Wer den Zauber einer Fantasiewelt nicht ablegt, fühlt sich darin glücklich. Die Aussage, dass Erwachsene die Fantasie verlieren für spielerisch-abenteuerlich-realistisch-ernste Träume ist also falsch. […] Erwachsen sein – was ist das? […] Ich weigere mich die Welt aus den Augen eines Erwachsen zu sehen. Und: Sicher kann man alles viel nüchterner betrachten. Aber warum? – Ist es nicht besser, überall Optimales herauszuholen? Warum sollte man immer nur das sehen was unsere Augen wahrnehmen? Hat nicht jedes Ding ein eigenes energetisches Feld, das wirken kann? Das geistige und religiöse Potenzial kann niemand endlich erkennen.

Der letzte Punkt beschreibt das Wesen von Rabe auch schon ganz gut.

Die Erzählungen schwanken immer zwischen der Entwicklung des Stammes und deren Abenteuern (Initiations-Rituale, Pflege und Aufbau des Reservates und natürlich den zwischenmenschlichen Beziehungen), sowie den Indianer-Geschichten, welche sie sich ausdenken und erzählen. Allen voran Rabe, der damit anfängt.

Die Indianergeschichten

In den meisten Indianer-Geschichten kristallisiert sich heraus, dass es um Menschen, Krähen und Raben (eigentlich Vögel) sowie Kojoten (eigentlich allgemein hundeartige) geht. Als Old Man Kojote wird auch etwas wie ein/der Gott/Schöpfer der Welt genannt. Daraus entsteht auch ein Spiel: Folge Kojote!

Raben und Krähen werden sich eigentlich immer gegenübergestellt:

Die Krähen erwachten und krächzten, irgendwas war geschehen. Sie blicken umher und entdeckten in unmittelbarer Entfernung einen Raben. – Krähen meiden ihre vornehmen Verwandten, die Raben. Das Geschrei der Krähen erstarb. – Der Rabe blickte hochnäsig auf seine kleineren schwarzen Ebenbilder herab. Raben wünschen sich, nicht zur Verwandtschaft der Krähen gezählt zu werden. Sie behaupten von sich: Raben sind die weisesten unter den Vögeln. Nichts bleibt ihnen verborgen und entgeht ihren scharfen Augen. – Der Rabe dachte darüber nach was er beginnen könne, denn ein Rabe kann seine Mitgeschöpfe einfach nicht in Frieden lassen, er streitet sich bei jeder Gelegenheit. Er überlegte: “Ich verachte das Krähenpack, das sich bei geringstem Anlass zusammen rottet. Was kann ich also tun, um sie auseinander zu bringen?” – Raben begreifen komplexe zusammenhänge. Deshalb war es nicht schwer für ihn, eine Lösung zu finden. Er rief den Krähen zu: “In allen Himmelsrichtungen findet ihr Fleischreste! Die warten auf solch finstere Gesellen wie ihr es seid!”

“Meinst du, haben die Krähen das geglaubt?”

“Nein!” Er gab mir von zwei möglichen die richtige Antwort, denn in ihm floss Rabenblut. Und ich beurteile sie deshalb richtig, denn in meinen Adern floss noch immer Krähenblut. “Deine Antwort ist richtig. Ein Rabe kann Krähen nicht zum Wegfliegen anstiften. Sie haben ein Gespür dafür, dass ein Rabe nicht umsonst so redet. Und in diesem Fall hat er erkennbar gelogen.”

Eine andere Geschichte erzählt von den Beziehungen aller zueinander und es wird festgehalten:

[…] Raben können sehr schlau sein, doch die Absichten der Menschen können sie nur durch Beobachtung erfassen. Sie haben gelernt, dass Lebewesen existieren, die schlauer als sie selbst sind. Menschen sind Geschöpfe von denen ein Rabe lernen kann. Von Kojoten wissen sie, das sie sich für besser halten als sie sind.

Ihr fragt euch sicher was diese Geschichte sagen will. Es geht darum: An erster Stelle sollten wir wie Menschen handeln, an zweiter wie Raben(vögel) und erst an dritter wie Kojoten.

Wie die Krankheiten in die Welt kamen und was ein Schamane ist

Paul Uccusic: Der Schamane in uns (Seite 63): Der erste Schamane

Im Anfang gab es nur die Götter im Westen und die bösen Geister im Osten. Die Götter erschufen den Menschen, und dieser lebte glücklich bis zu dem Augenblick, wo die bösen Geister die Krankheit und den Tod auf der Erde ausbreiteten. Die Götter beschlossen, dem Menschen einen Schamanen zu geben, der gegen Krankheit und Tod kämpfen sollte, und sie schickten den Adler. Aber die Menschen verstanden seine Sprache nicht; außerdem hatten sie kein Zutrauen zu einem gewöhnlichen Vogel.

Der Adler kehrte zu den Göttern zurück und bat sie, ihm die Gabe des Wortes oder aber einen menschlichen Schamanen zu den Menschen zu schicken. Die Götter sandten ihn wieder herunter mit dem Befehl, der ersten Person, der er auf Erden begegne, die Gabe des Schamanisierens zu verleihen. Wieder auf der Erde angekommen, bemerkte der Adler eine Frau, die neben einem Baum eingeschlafen war, und vereinigte sich mit ihr.

Nach einiger Zeit brachte die Frau einen Sohn zur Welt, und dieser wurde der erste Schamane.

Götter und böse Geister werden als gegeben vorausgesetzt; auch ein paradiesischer Mensch kommt vor, ein Adam Kadmon, der frei von Krankheit und unsterblich ist – eine Parallele zu jüdisch-christlichen Überlieferungen und anderen Kosmogonien, die nicht weiter erstaunt, da Paradies, Goldenes Zeitalter und übernatürliche Geburt weltweit in allen Kulturkreisen anzutreffen sind. Als Götterbote tritt ein geflügeltes Wesen in Erscheinung (ähnlich dem Fußflügel tragenden Hermes der griechischen Mythologie).

Dieses, der Adler, findet sich in nahezu allen Traditionen wie auch bei den Indianer Nordamerikas (in Südamerika steht anstelle des Adlers der Kondor).

An der Legende interessiert besonders die Ursache, weshalb denn überhaupt der Schamane in die Welt gekommen sei. Die Antwort heißt: Als Kämpfer gegen Krankheit und Tod! Er ist der Urheld, der den ältesten Traum der Menschheit, nämlich frei von Krankheit zu sein und unsterblich zu werden, realisieren soll.

Aber – nichts menschliches ist ihm Fremd – die Macht steigt ihm zu Kopf. Als der erste Schamane, seine Macht für unbegrenzt erklärt hatte, wollte Gott ihn auf die Probe stellen. Er nahm die Seele eines jungen Mädchens und sperrte sie in eine Flasche. Um sicher zu sein, dass die Seele nicht entkommen könne, verstopfte Gott den Flaschenhals mit einem seiner Finger. Der Schamane flog auf seiner Trommel sitzend in den Himmel, bemerkte die Seele des jungen Mädchen, verwandelte sich in eine Spinne und stach Gott ins Gesicht. Dieser zog seinen Finger heraus und die Seele des jungen Mädchen entkam. Doch die Flasche zersprang dabei in abertausende Splitter und jeder ist ein Krankheit geworden.

Gott wurde wütend und begrenzte die Macht des ersten Schamanen und in folge dessen ging die Zauberkraft der Schamanen bedeutend zurück.

Das Motiv, dass die Macht der Schamanen früher viel größer war, die Schamanen buchstäblich in den Himmel auffuhren und Tote tatsächlich zum Leben erweckten, lernt der Schamane in dem Buch “Der Schamane in uns” von Paul Uccusic schon kennen. Aufgrund der Überheblichkeit des ersten Schamanen, sich mit Gott zu messen, leidet die ganze Zunft und die Menschheit. Wer denkt da nicht an die Geschichte vom Sündenfall? Auch das ist ein weltweit anzutreffendes Motiv: Wer (übernatürliche) Macht mehrt, versucht, alle diese Macht in sich zu vereinen.

Harald Gündel: Rabe, der schwärzeste aller Indianer (Seite 76): Der Tanz der listigen Raben:

Am Anfang wussten die Raben noch nicht wie sie sich vergnügen sollten. Größtenteils saßen sie nach dem Fressen nur stumm herum und krächzten. Sie hatten oft Langeweile. Wohl deshalb beschlossen sie, ein Tanzfest abzuhalten und dazu alle anderen Tiere einzuladen.

Die Teilnehmer warben die Raben mit Preisen. Der Chief Rabe schlug vor: “Jeder soll mit dem Tanzpreis tanzen. Wem der Preis am besten steht, der soll ihn behalten, der ist Sieger.” Natürlich gehörten der Jury vor allem Raben an, aber auch ein paar Krähen und Stare gehörten dazu.

Damals hatten die Rabenvögel noch weisse Federn, vielleicht deshalb setzten sie edle, schwarze Federn als Preise.

Von allen Tänzern standen den Raben die Federn am besten. Noch heute tragen sie ein vollkommen schwarzes Kleid, Andere Tierarten gingen völlig leer aus. Es sähe auch komisch aus, wenn Bisons oder Kojoten Federn tragen würden.

Harald Gündel: Rabe, der schwärzeste aller Indianer (Seite 76): Der Tanz der arglistigen Raben:

Die Feinde der Rabenvögel, die Füchse, erzählen diesen Teil vom Anfang des Sein natürlich völlig anders. Sie krakeelen: Einmal hungerten die Raben. Sie überlegten was zu tun sei. Da sie gerissen waren, setzen sie Krankheiten als Preise in einem Tanzwettbewerb der Tiere.

Die Vierfüßigen, Zweifüßigen und Kriechenden, die zum Wettbewerb kamen, durchschauten das Spiel der Raben nicht und ließen sich täuschen. Ein Tier nach dem anderen machte sich daran, die Krankheiten auszuprobieren und mit ihnen zu tanzen.

Für die Ausrichtung des Tanzwettbewerbs erhielten die Raben vom alten Mann das Recht, ein jedes Tier, während seiner letzten Stunden zu bewachen, es in den Tod zu begleiten und es dann aufzufressen. Deshalb sieht man noch heute Rabenvögel um kranke oder verlorene Beute kreisen.

Aus einer anderen Indianergeschichte von dem Indianisten ‘Niemand’ (Seite 188 ff.):

Namenlos:

Er ist ein Namenloser. Seinen wahren Namen darf man nie nennen, denn er fühlt sich beleidigt, wenn er ihn hört. Er verweilt oft unter uns oder steht neben uns; er wartet bis man von ihm spricht. Wenn er dann seinen Namen hört, bringt er Krankheiten unter die Menschen, um sich zu rächen. Und weil das oft ohne Vorankündigung geschieht, begreifen die Menschen, dass es Wesen geben muss, die mächtiger sind als sie selbst. Doch sie können ‘IHN’ nicht erfassen. Nobody weiß wie er heißt. Immer wieder werden Menschen krank und sind sich nicht bewusst, dass sie ihn gerufen haben.

Der Namenlose sagte in einem Traum zu mir: “Bäume und Steine sind heilig, niemals Menschen; auch nicht solche als Mittler zwischen Mensch und Schöpfer. Aus diesem Grund vergessen sie sich, rufen mich und ich kann ihnen dann eine Krankheit zuteilen. Ich muss das tun, denn wer mich ruft, dem bin ich verpflichtet.

“Aber warum werden Bäume krank und warum zerfallen Steine?”, wurde Niemand gefragt.

Er antwortete: “Das Verhalten der Menschen, ihre Technologien und ihr Raubbau verändern die uralten Beziehungen in der Natur. Das macht sie krank.”

Zitate

Journalismus der immer mit den selben Fragen kommt, entwickelt sich nicht weiter… Selten will er wissen welche Erfahrungen wir gemacht haben, was wir weiter vermitteln könnten.

(Seite 22)

Einige (echte) Indianer meinen: “Die weissen sind nicht als Indianer geboren”, was einleuchtend klingen mag. Ist es aber gar nicht. Heutige Indianer verbindet mit ihren Vorvätern allein das aussehen und viele müssten sich eingestehen, dass ihre Identität eigentlich eine “weisse” ist. Fragen wir aber diese Indianer, warum sie “weisse” spielen.

(Seite 23)

Vieles was wir in der Schule lernen, besonders in der Politik ist ein Gefängnis für unser Denken. Journalisten werden aber derartige Gedanken nie in die Zeitung bringen.

(Seite 23)

Sicher kann man alles viel nüchterner betrachten. Aber warum? – Ist es nicht besser, überall Optimales herauszuholen? Warum sollte man immer nur das sehen was unsere Augen wahrnehmen? Hat nicht jedes Ding ein eigenes energetisches Feld, das wirken kann? Das geistige und religiöse Potenzial kann niemand endlich erkennen.

(Seite 37)

“Mörderaffen”

(Seite 42)

Der Indianist auf Wanderung (im Feindesland)

Die Marschverpflegung:

Im Feindessland ist jegliche Sammeltätigkeit verräterisch und gleichwohl keine Jagd möglich. Essbares am Wegessrand ist selten und trotz des Hungers wird nichts angerührt. Jegliches Tun, auch das geringste, könnte verräterische Spuren hinterlassen.

Der Mann musste auf Wanderung gehen. Der Hunger nagt. Tage später. Die Wahnvorstellung nehmen zu. Die Not kennt keine Gesetze. Der Verlust zählt nicht. So grausam ist der Mann. Die Anforderungen sind hoch. Er ist hart zu sich selbst.

Ein Häscher trifft den einsamen Todkranken. Er fragt nach der Frau. Der in die Enge Getriebene behauptet Verwirrendes: “Frauen – wozu sind die nütze? Sie gleichen […]”. Eine Gelegenheit später ist der Häscher tot.

Tage später ist der Mann am Ziel. Dort kommt die Erklärung: Du bist unschuldig. Wir haben uns geirrt. Gehe in Frieden. Finde mit deiner Frau zurück.

Er weiß. Nur eine einzige Aufgabe ist zu lösen. Die lautet: Komme nicht ohne Partnerin. An seiner Seite fehlt die Frau die ihm hätte helfen können die Aufgabe zu lösen.

[Das war nicht vorhersehbar. Auch nicht der Erschlagene.]

Dem Mann wird über sich selbst klar: Seine Frau war ihm egal. Sie hat sein einziges Problem nicht überlebt. Sie war die beste Marschverpflegung, die er sich denken konnte. Sie lief selbständig mit, diente zum […]

(Seite 52-53)

Dieser Gedankengang wird auch im Kapitel “Rabera” (Seite 220) weitergeführt. Wo ein Mädchen der Dakota-Indianer verstoßen wird und sich später den Männer anbietet, um zurückkehren zu können. Sie stellt den Männern dazu eine Aufgabe:

[…] biete mir Aufgabenbereiche an, die ich als deine Frau machen werde. Sind es jedoch Wünsche, die mein Innerstes nicht erfüllen will, kann ich nicht deine Frau werden […]

Interpretation: Der Mann hat Hunger und durch Wahnvorstellung erschlägt und isst er zwei Menschen, darunter auch seine Begleiterin. Und wer Teil einer Gruppe sein will, sollte einen Zweck erfüllen.

[…] Gebete an verschiedene Schöpfer/Geister/Götter, rufen konträre Kräfte herbei.

(Seite 186)